Erwachsenenbildung in Österreich
Erwachsenenbildung wird in Österreich groß geschrieben. Berufstätige können diesen Bildungsweg sowohl in allgemein bildenden als auch im berufsbildenden Schulen nachholen. Viele Schulen bieten auch Lehrgänge in Kollegs an, beziehungsweise es ist auch möglich, die Matura nachträglich zu absolvieren.
Welche Möglichkeiten zur Erwachsenenbildung gibt es?
Ein Aufbaulehrgang führt den Teilnehmer zur Reife und Diplomprüfung. Diese kann man beim Besuch einer Fachhochschule oder beim Besuch einer berufsbildenden höheren Schule erreichen. Viele HTLs bieten ebenfalls diese Form der Weiterbildung an.
Höhere Lehranstalten für Berufstätige bilden die Alternative dazu. Je nachdem, wie lange die Bildung vorher war, kann die Dauer der Ausbildung 6-8 Semester dauern. Diese Art von Schule stellt eine Sonderform dar. Grundsätzlich ist es das Ziel nach dieser Ausbildung höhere Berufe anzustreben. Die Anstalten unterscheiden sich in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Tourismus und Verwaltung. Man kann auch die Befähigung zum Hochschulstudium absolvieren. Es ist auch möglich, ein Kolleg zu besuchen, wenn es im Tages- beziehungsweise Abendforum geführt wird.
Was wird zur Teilnahme an der Erwachsenenbildung vorausgesetzt?
Um sich an der Erwachsenenbildung beteiligen zu können, muss man eh abgelegte Reifeprüfung vorzeigen. Alternativ dazu genügt es auch, eine Studienberechtigungsprüfung beziehungsweise eine Berufsreifeprüfung vorzuzeigen. Der Abschluss eines Kollegs beinhaltet eine Diplomprüfung. Der Lehrstoff ist gleich zu setzen wie jener von einer berufsbildenden höheren Schule. So ist das Kolleg einerseits eine weitere fachliche berufliche Ausbildung an sich und andererseits kann sie eine Weiterbildung darstellen.
Wird Erwachsenenbildung in Anspruch genommen?
In Österreich nehmen mehr und mehr Erwachsene an der Erwachsenenbildung teil. Dies ist einerseits die Folge der Wirtschaftskrise aus dem Jahre 2009, andererseits ist das Interesse der Berufstätigen in diesem Sektor sehr gewachsen. Immerhin ist es besser sich fortzubilden, bevor man gar nichts macht, wenn man arbeitslos ist. Für später ist das eine sehr gute Investition beziehungsweise Alternative. Je näher Referenzen man bei einer Bewerbung vorweisen kann, desto besser sieht es aus. Anfangs noch skeptisch, entscheiden sich immer mehr Österreicher für die Erwachsenenbildung. Beim Alter gibt es dabei keine Grenzen.