Eine Volksschule ist die Grundschule, welche der Schüler nach dem Kindergarten vom ersten bis zum 4. Jahrgang besucht. Sie ist sozusagen die erste, „richtige“ Schule im Leben eines Schülers (abgesehen von der eventuell besuchten Vorschule ein Jahr davor). Es ist keine Pflicht, dass ein Schüler die Vorschulstufe nach dem Kindergarten und vor der richtigen Volksschule besucht.
Die Vorschule ist für jene Kinder gedacht, die zwar noch nicht im schulreifen Alter sind, die jedoch gefördert werden wollen oder sollten. Sie dient hauptsächlich dem Zweck, dass die Schüler gut vorbereitet werden auf das folgende, erste Schuljahr in der Volksschule. Zusätzlich bietet sie sich als hervorragende Alternative für Schüler an, die sich im ersten Jahr der Vorschule überfordert fühlen – es besteht in diesem Fall die Möglichkeit zu einem Wechsel in die Vorschulstufe. In Österreich kann die Vorschule sowohl gleichzeitig als auch separat von der ersten und der zweiten Schulstufe geführt werden. In dieser Schulstufe gibt es noch keine Noten, mit welchen die Leistungen eines Schülers benotet werden. Es existiert allerdings sehr wohl eine Schulnachricht bzw. ein Jahresabschlusszeugnis, auf welchem vermerkt ist, dass der Schüler diese Schulstufe besucht hat.
Normalerweise besteht jede Schulstufe in der Volksschule aus einer eigenen Klasse. Es kann aber vorkommen, dass die Mindestanzahl an teilnehmenden Schülern nicht erreicht wird. In diesem Fall besteht die Option, für die Kinder diverse Klassenverbände zu gestalten, welche dem Alter nach geordnet sind. In den meisten Fällen sind dies bezüglich Volks- bzw. Grundschulen in ländlichen Ortschaften betroffen.
Was wird in der Volksschule gelehrt?
In den ersten vier Jahren im Leben eines Schülers ist das Primärziel der Volksschule, dem Kind die gemeinsame Elementarbildung zu lehren. Die Bildung in Hinsicht auf sozialen Umgang, sowie auch die emotionalen und intellektuellen Aspekte stehen dabei im Vordergrund. Die Grund- bzw. Volksschule ist quasi die Basis für die weitere schulische Laufbahn eines Kindes. Auf Kinder mit physischer oder psychischer Behinderung wird ebenfalls besondere Rücksicht genommen.
Die Vorschule behandelt während des Unterrichtsjahres vor allem die Sprache und das korrekte Sprechen eines Kindes. Es wird langsam auf das richtige Lesen und Schreiben vorbereitet. Dazu zählen unter anderem auch kleine Mathematikübungen, sowie Sachunterricht in beschränktem Maße. Da viele Schüler ihren Schulweg zu Fuß oder mit dem Bus zurücklegen, wir auch viel Wert auf Verkehrserziehung gelegt. Um die Kreativität zu fördern, wird natürlich auch Malen, singen und werken unterrichtet. Die körperliche Betätigung wird zwischendurch immer wieder durch gemeinsame Leibesübungen gefördert. Später werden diese Fächer in der ersten bis zur vierten Klasse in der Grundschule dann verstärkt unterrichtet und auch benotet.